Rituale sind Handlungen und Worte, die zusammen mit Gegenständen symbolisch dem Erreichen eines bestimmten Zieles dienen.

In unserer alltäglichen Welt leben wir heute sehr individualisiert und oft getrennt vom großen Ganzen. Schon kleine Rituale können helfen, dieses Größere wieder zu erfahren und einen stimmigen Platz darin einzunehmen.

Rituale verbinden uns mit unserer ureigenen Spiritualität und heben uns aus dem Alltagsbewusstsein heraus, um uns wieder an das Wesentliche zu erinnern.
Therapeutisch können in rituellen Handlungen Lebensthemen und persönliche Anliegen dargestellt und symbolisch zu einer Lösung gebracht werden.
Die individuelle Sichtweise erweitert und verändert sich.


Das Räuchern heimischer Kräuter ist ein wichtiges Mittel, um einen heiligen Raum zu öffnen.

 Entsprechend den inneren Prozessen, die Unterstützung benötigen, wähle ich unterschiedliche Kräuter und Harze, denn jeder Räucherstoff entfaltet mit dem Verbrennen seine spezielle Heilwirkung. Sie entspricht dem Geist der Pflanze.

 

RäuchernDas Räuchern von Beifuß, Holunder und Engelwurz in den Raunächten ist ein Beispiel für die rituelle Nutzung der Pflanzen . Sie umfassen die 12 Nächte nach der Heiligen Nacht bis Tag der Heiligen Drei Könige, dem 6. Januar.
In dieser Zeit fegen im Alpengebiet die Perchten, im Norden Wotan mit ihren Gefolgen über das Land. Sie führen nach alten Überlieferungen umherirrende Seelen ins Jenseits und prüfen die Herzen der Lebenden.
Die Raunächte schaffen den Rahmen, um über das kommende Jahr zu orakeln.
Am Tag der Heiligen Drei Könige werden  Haus und Hof mit entsprechenden Kräutern und Harzen weihend geräuchert und die Türen mit Schutzzeichen versiegelt.